Gestaltungshinweise zu Beschnittzugabe und Bundverdrängung
Beschnittzugabe und Verwendung von Rahmen
Als 'Beschnittzugabe' (auch 'Beschnitt') wird eine Formatzugabe von 3-5 mm bezeichnet, die über das Endformat einer Drucksache hinausgeht. Damit werden Toleranzen ausgeglichen, die beim Schneiden auf das Endformat unvermeidlich sind.
Drucksachen werden immer in einem leicht größeren Format gedruckt, in der Regel kommen 3-5 mm zum Endformat hinzu. Erst nach dem Druckvorgang wird auf das Endformat zurecht geschnitten ('beschnitten').
Alle grafischen Elemente (Bilder, Hintergründe, Farben, Linien), die an der Schnittkante des Endformats enden sollen, müssen über den Rand hinaus erweitert angelegt werden (3-5 mm). Diese Zugabe verhindert, dass beim Beschneiden dünne weiße Linien (sogenannte Blitzer) an der Außenkante entstehen, wenn der Schnitt ein wenig von der (durch Schnittmarken vorgegebenen) Ideallinie abweicht.
Im Pixelspeed LAYOUTER werden die Beschnittzugaben durch einen grauen Rand dargestellt, die äußere gepunktete Linie stellt die Beschnittlinie (Ideallinie) dar. Das Beispielbild soll oben und an der linken Seite an der Beschnittkante enden, muss daher also über die Beschnittlinie im grauen Rand platziert werden.
Der Schnitt wird letztendlich nahe der Beschnittlinie liegen, wobei die Ideallinie jedoch in den seltensten Fällen exakt getroffen wird. Der rote Rahmen in der folgenden Darstellung zeigt beispielhaft eine mögliche Abweichung des Beschnitts von der Ideallinie.
Die Beschnittzugabe muss auch bei der Verwendung von Rahmen berücksichtigt werden. Hier heißt es: Abstand halten!
- Platzieren Sie Rahmen immer mit ausreichendem Abstand zum Rand hin. Nur dann kann vermieden werden, dass ein Rahmen - wie in der folgenden Abbildung rechts - angeschnitten wird.
- Ein Rahmen mit Abstand zu den Bildrändern kommt zudem besser zur Geltung. Wenn er zu nah am Bildrand platziert ist - wie in der Abbildung rechts unten - werden auch geringe Abweichungen im Beschnitt deutlich sichtbar.
Bundverdrängung
Bei Fotoheften (Broschüren) werden die zugehörigen Druckbogen in der Mitte gefalzt, ineinander gelegt und mit Rückstichheftung miteinander verbunden. Schließlich wird das geschlossene Heft durch Schnitte oben, unten und außen (rechts) auf das gewünschte Format geschnitten (getrimmt).
Die Seiten in der Mitte der Broschüre ragen daher etwas nach vorn heraus und sind nach dem Endschnitt schmäler als weiter außen liegende Seiten; sie werden, bedingt durch die Papierstärke der äußeren Bögen, aus dem Heft verdrängt. Diesen Effekt nennt man 'Bundverdrängung'.
Bei der Gestaltung im Pixelspeed LAYOUTER brauchen Sie die Bundverdrängung nicht zu berücksichtigen, sie wird automatisch mit eingerechnet. Wenn Sie jedoch unseren PDF-Druckservice nutzen, müssen Sie die Bundverdrängung mit 0,15 mm pro Inhaltsbogen berücksichtigen (siehe Übergabestandards).
Beschnittzugabe beachten für Broschüren, Fotobücher, Fotoalben, Fotohefte, Fotokalender, Postkarten, Poster.