Gestaltungshinweise zu Beschnittzugabe und Bundverdrängung
Bitte beachten Sie die folgenden Gestaltungshinweise, damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt, wenn Sie Ihr Druck-Erzeugnis in Händen halten.
Beschnittzugabe
Produktionstechnisch ist es unmöglich, eine Seite absolut exakt zu beschneiden. Zwar kann das gewünschte Format sehr genau eingehalten werden, jedoch ist es aufgrund von Toleranzen in Papier, Druck und der Weiterverarbeitung unmöglich, die Position der Endschnitte (wenn das Druck-Erzeugnis auf sein endgültiges Format gebracht wird) mit dem Druckbild exakt in Einklang zu bringen. Deshalb müssen Druck-Erzeugnisse etwas größer angelegt werden als das eigentliche Format. Man spricht hier von Beschnittzugabe oder einfach Beschnitt.
Alle Elemente (Hintergrundbilder, -Farben, Linien, etc.), die bis an den Rand des fertigen Produkts gehen sollen, müssen deshalb die Beschnittzugabe ausfüllen, damit es nach dem 'Trimmen' auf das gewünschte Format nicht zu 'Blitzern' kommt.
Deswegen sollten wichtige Gestaltungselemente, die keinesfalls beschnitten werden sollen, insbesondere Text, mit ausreichend Rand nach außen versehen werden.
Eine mögliche Abweichung des tatsächlichen Beschnitts von der Sollposition wird in obiger Darstellung durch den roten Rahmen angedeutet. Die gegräute Fläche stellt die Beschnittzugabe dar.
Bundverdrängung
Bei Heften und Broschüren werden die zugehörigen Druckbogen in der Mitte gefaltet, ineinander gelegt und mittels Rückstichheftung miteinander verbunden. Schließlich wird das geschlossene Heft durch Schnitte oben, unten und außen (rechts) auf das gewünschte Format getrimmt.
Seiten in Heftmitte sind daher zwangsläufig schmaler als weiter außen liegende Seiten; sie werden, bedingt durch die Papierstärke der äußeren Bögen, aus dem Heft verdrängt. Diesen Effekt nennt man Bundverdrängung.